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Revolutions per minute

28.07.05 CI mit zu wenigen Design-Templates

Bekanntlich neigen Designer dazu, Elemente einer Seite einer konformen Formensprache und Farbgebung zu unterwerfen. Tja, was soll auch daran auch falsch sein?

Vorweg erst mal eine kurze Reflektion: Sicher werden sich einige von euch, die über diesen Artikel stolpern denken "Oh Mann, schon wieder so ein Oberlehrerquatsch..." ihr habt ja recht - warum also schreibe ich den Artikel? Mir scheint es einfach in zu sein, alle Seiten nach "Blog"-Style umzubrechen: Schicker Header und nach unten schnell langweilig werden, möglichst Technik- und Suchmaschinenkonform aber ohne Rücksicht auf Wahrnehmungspsychologie und User. Für alle, die wirklich mediengerechtes und "Human-Centered" Design machen - bitte nicht weiterlesen :D

(PS: In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal an das überfällige Redesign der Site erinnern!!!!!!!!)

Zurück zum Thema: Was soll daran auch falsch sein? Nichts, solange es der Wahrmehmungspsychologie des Menschen entspricht und die grundlegenden Anforderungen einer Seite hinsichtlich Relevanz von Inhalten dabei nicht verloren gehen. Das Auge braucht Anhaltspunkte, Störungen im Design, um die Wichtigkeit der Inhalte einstufen zu können.
In anderen Medien wie zB Plakate, Verpackungsdesign, Titel von Magazinen und Zeitungen etc ist das längst alltägliche Praxis. Es fand dort eine Art Evolution statt, auf deren Erkenntnisse die Gestaltung von Online-CI gut aufsetzen könnte mit der Gestaltung all der kleinen hilfreichen Elemente, die eine Seite usable und nutzerfreundlich machen (von einem weniger technischen Standpunkt aus betrachtet). Ihre Integration ins CI ist die eigentliche große Herausforderung ans Branding von Websites. Aber es scheint einfacher, dies einfach zu ignorieren.
Natürlich bedeuten mehr Templates mehr Arbeit und aufwendige Umsetzung - aber ein Designer /Programmierer der aus Bequemlichkeit ignoriert ist ein schlechter Designer /Programmierer. Störer haben zB nicht nur ihre "Berechtigung", sie helfen bei der Unterscheidung wichtiger und unwichtiger Inhalte, bei der Navigation und beim "abscannen" der Inhalte. Warum also führt die pure Existenz von Design-Elemente wie Störer besonders im Bereich neue Medien häufig zu gestalterischen Grundsatzdebatten, deren einziges Ziel es zu sein scheint, die Anforderungen vom Tisch zu wischen? Sich der Problematik einfach zu entziehen ist die denkbar schlechteste Lösung...

von andreas am 28.07.05 13:43

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