Laut dem Artikel gibt der Erfolg Wenda Millard recht, der Verantwortlichen der neuen "bescheideneren" Haltung bei Yahoo. Dort habe man sich entschlossen, die Karten neu zu mischen. Nur: Der eigentliche "revolutionäre" Vorreiter der "neuen Konzepte" war natürlich Google. Yahoo muß zwangsläufig auf den Zug aufspringen um zu überleben. Die Arroganz mußte weichen einer Offenheit gegenüber neuen Konzepten, Ideen, anderen Firmen und Medien... eine Haltung, die Google von Anfang an verkörperte. So gesehen bietet der Artikel nichts neues, aber schöne Einblicke - besonders die fußballspielende Chefetage kann ich mir lebhaft vorstellen - hehe. Aufschlussreich auch die Einblicke, wie Firmen dank Yahoo lernen, das Internet kommunikativer und kreativer zu nutzen, wie zb Audi (klar, wer sonst) mit David Bowie
"Yahoo was one of the first companies to say, 'We were so arrogant in the dotcom era. We're repentant. Let's say we're sorry and begin to change immediately.' I think they've done more than MSN or AOL, and they started earlier. Yahoo was willing to listen to us. That sense of humility and service was good."
"One of the first" heißt hier: Die zweiten? Der Erfolg sei Frau Millard gegönnt, die Lorbeeren für ihre "Erfindung" nicht. Google wird in dem Artikel leider nur peripher als Einstieg verwendet - bedauerlich, sind sie doch die eigentlichen Erfinder und schon immer recht umtriebig mit ihrem "old fashioned" revolutionstheoretischem Ansatz :)
Yahoo vs Google, das wärs doch mal - wo bleiben die Zahlen? Statt dessen der Vergleich zwischen TV und den Hits der Yahoo-Seite. Welch überraschendes Fazit: Das Internet ist partiell längst Massenmedium, nachvollziehbar und individuell. Ach was.
Ich würde eher sagen: Typischer Fall von übertriebener und falscher Lobhudelei.
PS: Den Satz mit TiVo verstehe ich übrigens noch immer nicht. Die Autorin offensichtlich auch nicht.
von andreas am 07.07.05 13:15
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