« Sicherheitsrat | Startseite | Juan Cole: If America were Iraq »
Unser Dank geht an alle Beteiligten die dem 21. Jahrhundert diese Debatte aufgehalst haben.
Meine Großmutter hat mir immer erzählt das unter der Terrasse des Familienhauses in Znaim ( heute Tschechien ) der Familienschatz vergraben liegt, ich fahre jetzt nach Tschechien und repatriiere das vergammelte Silberbesteck. Irgendwann muss ja Schluss sein, wenn ich dann das Silberbesteck das ich noch nie gesehen habe endlich wieder habe, können wir das 20 Jahrhundert abhaken.
Das unendliche Leid das dem polnischen Volk zugefügt wurde kann nicht nicht wieder gutgemacht werden, die rein finanzielle Entschädigung für das Leiden der Opfer des Holocaust und der Zwangsarbeiter gilt als abgeschlossen auch wenn natürlich auch dieses Leid und die Schuld daran nie enden kann.
Deutschland trägt auch die Schuld dafür das Polen 50 Jahre unter der Diktatur der Sowjetunion litt. Polen, die polnischen Werftarbeiter und ein katholischer Pfarrer tragen im Gegenzug zu einem großen Teil die Verantwortung dafür das der eiserne Vorhang gefallen ist und 17 Millionen Deutsche heute weder in Freiheit leben, unter dieser Vorrausetzung ist ohne Zweifel jede polnische Forderung berechtigter als irgendeine Deutsche. Deswegen sollte man den Aufschrei der bald wieder durch Deutschland rollen wird mit Vorsicht betrachten.
Das 21. Jahrhundert ist nicht länger der Platz um gegenseitig aufzurechnen, ich verzichte auf das Silberbesteck und möchte meine Ruhe haben, Deutschland heute ist nicht das gleiche Deutschland das es 1945 war, Millionen von Gastarbeitern und Ausländern waren nicht Schuld am polnischen Leid, die Vertriebenen haben ihren Teil bezahlt, die Einwohner von Nürnberg haben ihren Teil bezahlt wie auch so viele andere deutsche Städte.
Wollen wir die Bodenschätze in den ehemalig deutschen Gebieten und die deutschen Häuser und Silberbestecke mit Warschau verrechnen, wer könnte das, wer könnte es wagen.
Soll das italienische Restaurant um die Ecke, der türkische Imbiss und der amerikanische Investor höhere Steuern bezahlen um das Leid auszugleichen das Millionen von Polen unter sowjetischer Knute erlitten haben. Wo führt das hin ? Wie soll dann ein Land wie Ruanda jemals wieder Frieden finden wenn die Europäer zeigen das es nicht möglich ist in zwei verschiedenen Ländern.
Ich wäre sehr dafür wenn die deutsche Regierung sich langfristig bemühen würde einen eventuell Milliardenschweren Kulturfond einzurichten, der Kulturprojekte, Wiederaufbeu und Erhalt des Kulturerbes auch des deutschen in Polen betreibt. Nicht um abzurechnen sondern um zu erhalten