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Wie immer leiden manche politisch aktive unter leichtem Realitätsverlust, "Naziaufmarsch am Holocasut Mahnmal" mag sich nämlich als hypothetische Schlagzeile in der Aktennotiz wie das echte Grauen lesen, im Fernsehen wird es anders aussehen.
Ein rechtsradikaler Demonstrationszug am Holocaust Mahnmal mitten in Berlin, würde mit Sicherheit ein 20mal größere Gegendemonstration verursachen. Welches Bild aber würde ein kleines Häuflein Neonazis inmitten des schwarzen Stelenfeldes mit den Namen der ermordeten Juden abgeben, umgeben von einem Polizeikordon der das ärmliche Trüppchen von der großen Gegendemo trennt.
"Einige Hundert NPD Anhänger demonstrierten inmitten des Holocaust Mahnmals in Berlin. Das Holocaust Mahnmal wurde 2005 fertiggestellt und besteht aus einem Stelenfeld mit den Namen der 4 Millionen ermordeten Juden."
Entäuschenderweise wird die NPD nicht in dieses Fettnäpfchen treten, sie würden sich selbst in Kontext stellen und das würde ihren Versuchen bürgerliche Wählerschichten zu erreichen enge Grenzen setzen.
Und vielleicht demonstrieren sie trotzdem, dann ist das eine neue Chance sich damit auseinanderzusetzen. Das Mahnmal ist nicht wie Ausschwitz oder Buchenwald gleichzeitig ein Grab, es wurde nicht von den Nazis errichtet und ist nichts das die am stärksten betroffenen Opfer je gesehen haben. Es ist ein Mahnmal der deutschen Demokratie das vor der eigenen Geschichte mahnt und der Opfer gedenkt, diese Demokratie muss stark genug sein sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und ein realistisches Bild auf sich selbst zu haben.